Donau-Alaska auf der Nordwestpassage

 

Pürgener Ehepaar Harald und Silvia Paul wieder auf Expeditionstour


Seit über zehn Jahren arbeitet und wohnt das Ehepaar Silvia und Harald Paul permanent auf ihrem zwölf Meter langen Expeditionsschiff „Gypsy Life“. Nun steht wieder eine neue Herausforderung bevor.
Am 5. Mai 2013 hieß es wieder „Leinen los“. Die Pauls starten in Kapfelberg bei Regensburg an der Donau mit ihrem Expeditions-Motorsegler „Gypsy Life“ zu einer erneuten Expedition in die Länder der Bären. Auf der Nordwestpassage geht es von der Donau nach Alaska. „Für etwa fünf Jahre werden wir in Richtung Alaska unterwegs sein“, sagt Skipper Harald Paul.
Die Route führt zunächst über die deutschen Kanäle bis Travemünde, dem Tor der Ostsee, weiter Richtung Norden nach Bergen in Norwegen. Mit dem Richtungswechsel nach Westen geht es weiter über Island und Grönland bis nach Ost Kanada. „Der südlich angehaltene Kurs hält uns die Einfahrt in den Lake Superior im Grenzgebiet der USA und Kanadas, oder auch die Einfahrt in den Mississippi im Golf von Mexiko frei“, so Harald Paul. Durch einen anschließenden Landtransport über die Rocky Mountains soll West Kanada erreicht werden. Ab hier zeigt die Kompassnadel so lange in nördliche Richtung bis die Koordinaten das Ziel Alaska anzeigen. Abhängig von den Eisvorkommnissen und der Wetterlage versuchen die Pauls, nach einer vier bis fünf jährigen Reisezeit und einigen Überwinterungen in der Arktis mit der Durchfahrt der Nordwestpassage, wieder den Heimathafen in der Donau zu erreichen.
Erstmalig und absolut einzigartig wird auf dieser Expedition ein spezielles Expeditionsmotorrad zum Einsatz kommen, welches auf den Schiffsaufbauten über die Meere transportiert wird. Mit dem Motorrad werden von den entlegensten Ankerplätzen in der Arktis Erkundungen durchgeführt. Die unendlichen Weiten des Hinterlandes, die einzigartige Tierwelt sowie die Lebensweise der Urbevölkerung soll dabei fotografisch dokumentiert werden. Außerdem sind nach Recherchen vor Ort auch Teildurchquerungen einzelner Länder in Planung. „Die extrem sportliche Herausforderung liegt nicht nur in der Bewältigung des außerordentlichen schwierigen Geländes, sondern viel mehr an den arktischen Wetterbedingungen, unter denen durchgehalten werden muss“, berichtet Harald Paul.
Ziel der mehrjährigen Expedition ist es, genauere Beobachtungsdaten über die Naturbelange in der Arktis zu erhalten und wenn möglich, diese auch fototechnisch zu dokumentieren. „Uns liegt es am Herzen, die Sensibilität der Bevölkerung für die Natur durch unsere Aktionen zu fördern“, geben die Pauls als eines ihrer Ziele aus. Dass naturbegeisterte Menschen einen sofort wirkenden Naturschutz ermöglichen, der für alle kostenfrei ist, davon sind die Pauls überzeugt.

Walter Herzog

Wer die Expedition der Pauls verfolgen will findet aktuelle Informationen unter: http://www.haraldpaul.com