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Jahresausflug 25. September 2010 nach Peißenberg

Geselliges Chorgemeinschaft Harmonie Stoffen Jahresausflug 25 September 2010 nach Peissenberg


Der Jahresausflug des Gesangvereins Harmonie Stoffen ist fast schon zur Tradition geworden.
So starteten wir am 25.September 2010 mit 32 Personen, Sängern, Mitgliedern und kleiner Fan- Schar,
zu unserem halbtägigen Ausflug nach Peißenberg. Petrus war auf uns an diesem Tag nicht so gut zu sprechen. Das Wetter war trüb und regnerisch. Auf unserem Weg gen Süden zu unserem ersten Programmpunkt, dem „Bergbaumuseum Peissenberg“ hatte er jedoch ein Einsehen, die Wolkendecke riss plötzlich auf und wir hatten einen schönen Blick auf die Alpenkette mit den schon schneebedeckten Bergen.

Am Bergbaumuseum erwarteten uns bereits 2 ehemalige Zechen-Mitarbeiter zur Führung.
Der Pechkohlenbergbau am Hohen Peißenberg geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Die zuerst vom bayerischen Herzog als auch von Privatleuten abgebaute Kohle wurde nach Augsburg verkauft. Der ständige Abbau begann ab 1837 durch den bayerischen Staat. Die Zeche wurde später eine Aktiengesellschaft, die Bayerische Berg-, Hütten- und Salz-Werke AG. Die dort gewonnene Pechkohle wurde zunächst im Stollenbergbau und seit dem Ende des 19 Jh. Im Tiefbau abgebaut. Der Abbau endete nach mehr als 130 Jahren 1971.

Im Jahre 1978 gründete sich der Verein der Bergbaumuseumsfreunde e.V. Peißenberg. Der Tiefstollen wurde in vielen freiwilligen Arbeitsstunden als Schaubergwerk ausgebaut. In der früheren Zechenschenke entstand unter Mitwirkung und Förderung des Marktes Peißenberg und des Bayerischen Nationalmuseums ein Bergbaumuseum.
An geologischen Schaubildern erläuterte uns der Museumsführer die Entstehung der Kohleflöze im Voralpenland. Werkzeuge, Schachtmodelle und Grubeneinrichtungen gaben uns Einblicke in die harte bergmännische Arbeit, die ursprünglich in mühsamer Handarbeit erfolgte und wie im Laufe der Zeit die Kohleförderung mechanisiert wurde.
Anschließend folgten wir dem Museumsführer 200 Meter weit in den ehemaligen Tiefstollen, erlebten vor Ort, wie die Kohle unter Tage abgebaut und abtransportiert wurde.
Unser Wissen wurde dann noch durch einen anschaulichen Film ergänzt. Für Viele war dieser Nachmittag der erste Kontakt mit und Einblick in den Kohlebergbau.
Nach gut 2-stündiger Führung fuhren wir weiter -leider im Regen- auf den Bayrischen Rigi, der uns als Voralpen-Aussichtsberg leider keinen Blick auf die gesamte Alpenkette dafür aber einen schönen Tiefblick auf das bayerische und schwäbische Tiefland mit seinen Seen gönnte.

In der Gaststätte „Bayerischer Rigi“ verbrachten wir einige gemütliche Stunden als Ausgleich zu unseren intensiven Probenabenden.

In der Wallfahrtskirche sangen wir sehr zur Freude unserer kleinen Fan-Schar noch 2 Lieder. Der Besuch der sehr sehenswerten Gnadenkapelle war leider nicht möglich, da diese bis 2012 restauriert wird.
Auf dem Heimweg wurde bereits beschlossen, ein anderes Mal bei besserem Wetter auf den Hohenpeißenberg zurück zu kehren.

Marlies Buschmann